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Porsche. There is no substitute.
Porsche. There is no substitute.

Mit Protrek in die Berge.

Wenn Inklusion Höhenmeter macht.

Pacal Lanz, Verkaufsleiter Porsche Zentrum Aargau: Ein Wochenende bei der Albert-Heim-Hütte zeigt, was möglich wird, wenn Technik, Teamgeist und Herz zusammenkommen: Gemeinsam mit Procap und dem Trekkingrollstuhl Protrek durfte ich am 9. und 10. August 2025 ein Abenteuer erleben, das berührt, fordert und lange nachhallt.

Abenteuer Albert-Heim-Hütte – mit einem Rad und ganz viel Herz

Als ich 2023 bei Porsche angefangen habe, bin ich ziemlich schnell über die «guten Taten» gestolpert: Projekte rund um Mobilität, Inklusion – und insbesondere die Zusammenarbeit mit Procap. Dabei geht es ganz konkret darum, Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Natur zu erleichtern, unter anderem durch barrierefreies Wandern und den Trekkingrollstuhl Protrek. Ich selbst bin am liebsten in den Bergen unterwegs. Der Gedanke, dass auch Menschen mit Handicap diese Bergwelt erleben können, hat mich sofort gepackt. 2024 hatte ich mich bereits für eine Tour angemeldet – trainiert, geplant, Vorfreude im Gepäck. Nur das Wetter hatte andere Pläne. Umso schöner, dass es 2025 endlich geklappt hat. Und was soll ich sagen: eindrücklich, berührend, anstrengend, wunderschön – und schlicht unvergesslich.

«Dieses Wochenende war nicht einfach ein Ausflug, sondern ein Erlebnis voller Herz, Einsatz und Freude. Ich habe gespürt, wie viel man gemeinsam erreichen kann – und wie Inklusion draussen Realität wird: Schritt für Schritt, Radumdrehung für Radumdrehung. Wer einmal Teil dieses Abenteuers war, weiss: Die Berge tragen uns alle – manchmal wortwörtlich.»

Die Vorbereitung – Schweizer Präzision trifft Vorfreude

Dank Procap Schweiz war alles hervorragend organisiert: Treffpunkt, Mitfahrgelegenheiten ab Andermatt, laufende Updates zur Gruppe – so strukturiert, dass man fast meinen könnte, die Schweizer Uhr sei danach gestellt.

Am 9. August trafen wir uns beim Bahnhof Andermatt. Nach einem kurzen Appell (ein bisschen wie im Militär – nur mit mehr Lachen und weniger Strenge) ging es weiter zum Hotel Tiefenbach fürs erste Briefing. Dort warteten bereits die Spezial-Rollstühle: unten ein Rad, vorne und hinten je ein Haltegriff, links und rechts Begleitpersonen zum Stabilisieren – ein durchdachtes System, das aus «unmöglich» plötzlich «machbar» macht. Kurze Übungsrunde, letzte Instruktionen – und dann ging es los.

Auch Begleitende brauchen Pausen: kurz hinlegen und durchatmen

Der Aufstieg – gemeinsam stark

Zuerst ging es gemütlich bergab. Für einen Moment dachte ich: «Das ist ja einfach.» Nun ja… das Glück währte nicht lange. Bald hiess es: rauf, rauf und nochmals rauf.

Eine Strecke, die man allein vielleicht in 1,5 bis 2 Stunden schafft, wird im Rollstuhl-Teamwork schnell zu einem Ganztagesprogramm. Und genau darin liegt der Wert: Jeder Schritt ist Teamarbeit. Jeder Stein, jeder Absatz, jeder Richtungswechsel wird gemeinsam gelöst. Wir zogen, stützten, balancierten, schwitzten – und lachten dabei unglaublich viel. In jeder kurzen Pause spürte ich: Ja, es ist anstrengend. Aber uns trägt etwas, das grösser ist als Muskelkraft – uns trägt Zusammenhalt.

Das letzte Stück hatte es dann noch einmal in sich: rund 35 Stufen kurz vor dem Ziel – eine kleine «Treppenchallenge» als Dessert. Doch mit der Energie der Gruppe sind wir da fast hochgeflogen. Und dann: Ankunft in der Albert-Heim-Hütte. Panorama pur. Gletscher, Fluss, See. Atemberaubend.

Hüttenzauber – Sterne, Sonne, Spaghetti

Oben angekommen gab’s Kleiderwechsel, Zimmerzuteilung und ein verdientes Nachtessen. Vier Gänge, viel Gesprächsstoff und noch mehr Lachen. Gegen 22 Uhr waren wir alle zufrieden im Bett.

Um 6.15 Uhr am nächsten Morgen: Sonnenaufgang. Rund 15 Leute standen pünktlich vor der Hütte – und es war magisch. Der Himmel färbte sich, die Gipfel leuchteten, und ich dachte nur: Genau deswegen liebe ich die Berge.

Der Abstieg – Dessert zuerst

«Jetzt wird’s einfacher.» Dachte ich zumindest. Falsch gedacht. Denn zuerst mussten die Rollstühle die Stufen wieder runtergetragen werden – das Dessert gleich am Morgen.

Danach ging es steil bergab: felsig, technisch, herausfordernd – aber immer mit einem Lächeln. Mittagspause mitten in Heidelbeersträuchern: besser geht’s nicht. Später noch ein kurzer Gegenanstieg über einen schmalen Grat, der den Vorderleuten alles abverlangte, bevor wir schliesslich auf einem Feldweg fast barrierefrei Richtung Ausgangspunkt rollten.

Am Ende: Rollstühle abbauen, letzte Umarmungen, Verabschiedung. Und in mir blieb dieses Gefühl: Wow. Das war mehr als eine Wanderung.

Robust, geländegängig und bereit für jede Passage: der Protrek

Dieses Wochenende war nicht einfach ein Ausflug. Es war ein Erlebnis voller Herz, Einsatz und Freude. Ich habe gespürt, wie viel man gemeinsam erreichen kann. Ich habe gestaunt über die Natur, über die Menschen – und über das, was möglich wird, wenn man zusammenhält.

Genau aus diesem Grund sind solche Projekte so wertvoll: Inklusion bleibt nicht Theorie, sondern findet draussen statt – Schritt für Schritt, Radumdrehung für Radumdrehung. Und ja: Ich werde nächstes Jahr wieder dabei sein. Denn wer einmal Teil dieses Abenteuers war, weiss: Die Berge tragen uns alle – manchmal wortwörtlich.

 

Procap und Porsche Schweiz

Protrek - Der Berg ruft